la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Samstag in Wien

11 Kommentare

Wenn ich wochenlang nicht abends durch die Stadt gehe und an keiner Veranstaltung teilnehme, vergesse ich oft, in was für einer attraktiven Stadt ich lebe, wie viele vielfältige Möglichkeiten zum Erleben und Genießen es täglich gibt.

Gestern habe ich mich aufgerafft. Zuerst war ich bei einer Veranstaltung in der es – unter anderem – Improvisations- und Ausdruckstanz vor an die Wand projezierten Fotos zu sehen gab. Das Publikum konnte auch mitmachen. Die ursprünglichen Tänzerinnen sind ganz in weiß, die Leute aus dem Publikum nicht, oder nur zufällig.

img_0259 img_0262 img_0264Dann bin ich nachhause gebummelt und habe unterwegs Feste hinter erleuchteten Fenstern und  viel Aktion auf der Straße gesehen.

img_0273Die Stimmung war insgesamt sehr, sehr angenehm, heiter, aber nicht laut, mit Sommernachtstemperaturen. Die Mariahilferstraße ist eine der Haupteinkaufsstraßen Wiens, die früher immer die blanke Hölle war zwischen Verkehr und drängenden Menschenmassen auf den Gehsteigen. Vor ein paar Jahren wurde sie gegen massivsten Widerstand großer Teile der Bevölkerung zur Fußgänger- und Begegnungszone gemacht.

Eine Begegnungszone – also einen Bereich in dem Autos, Busse, Fahrräder und Fußgänger einander ohne besondere Regeln sondern nur nach dem Prinzip der gegenseitigen Rücksichtsnahme begegnen –  gab es in Wien bisher nicht und die nicht gerade innovationsfreundlichen Wiener waren sehr skeptisch. Aber, siehe da, es funktioniert großartig. Weder hatten die Geschäftsleute große Umsatzeinbrüche, noch gab es nennenswerte Unfälle, noch haben sich an jedem Eck Jugendbanden  eingenistet. Es ist richtig gemütlich geworden, mit vielen Lokalen, vom Eissalon bis zum gediegenen Restaurant und vielen Straßenveranstaltungen.

Am Ende der Mariahilferstraße befindet sich das Museumsquartier, dort sind in den ehemaligen Stallungen der Hofburg und in einigen modernen Bauten verschiedene Museen und Veranstaltungsorte untergebracht. An der Ecke zwischen Mariahilferstraße und Museumsquartier gab es gestern abend ein „open piano“. Offenbar sollte da spielen wer immer wollte und konnte. Die Zuhörer saßen rundherum am Boden oder auf den dort stehenden Bänken. Dazwischen sind kleine, beleuchtete Wasserfontänen. Sehr idyllisch.

img_0278Ich habe mir vorgenommen unbedingt wieder öfter in der Stadt zu flanieren. Zeit muss ich mir eben nehmen.

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11 Kommentare zu “Samstag in Wien

  1. mir gehts gleich. Ich denke mir, es ist eh immer was los und dann raffe ich mich oft zu wenig zusammen, dass ich wirklich was mache. Am Land gibt es die Highlights, wo man sich dann wirklich extra die Zeit freiräumt wie zum Herbstkonzert der Musikkapelle, aber in Wien gibt es oft eh soviel zum Staunen und man hat weniger Verbindung dazu wie am Land

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    • Das ist interessant. Ich habe nie am Land gelebt und mir das noch nie überlegt. Aber klar, wenn es nur einmal im Monat irgendeine Veranstaltung gibt, wird die dadurch wahrscheinlich viel kostbarer und man ist viel motivierter hinzugehen, außerdem macht man sich wohl unbeliebt, wenn man nicht hingeht …..

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      • es ist eher, dass man sich da bewusst Zeit nimmt, da man nicht so weit fahren muss z.B. wie in die Landeshauptstadt ins Theater, oder sowas. ich glaube, das mit dem unbeliebt machen ist nicht einmal so arg.

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  2. Wohlwollenden Kopfnicken. Ich bin Wiener. 😉

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  3. Das ist der Zauber den eine Großstadt haben kann. So einladend.

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  4. Ich hätte die Zeit und mache es dennoch so selten – vielleicht werde ich von deinem Text animiert.
    Liebe Grüße

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