la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Daggi 20 – Das Shaolin-Buch für Eltern

8 Kommentare

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Bernhard Moestl

„Das Shaolin-Buch für Eltern“

Knaur 2010

Aufgabe 23 : ein Buch mit etwas, was man am Himmel findet auf dem Cover. Vögel 🙂

Der Untertitel des Buchs: Die drei Schritte zur erfolgreichen Erziehung. Wie Eltern und Kinder selbstbewußt durchs Leben gehen.

„Lebensberatungsbücher“ mag ich eigentlich nicht. Von „Wie schere ich mein Rasenmähschaf“ bis „Wie bringe ich meinem Partner schonend bei, dass ich einen Job in Kabul angenommen habe“ veranlaßt mich meistens schon der Titel sie nicht zu kaufen. Dieses hat mich aber  angezogen und spontanen Sympathien folge ich gerne. Mit einigen katastrophalen Folgen in meinem Leben, aber um die gehts hier nicht.

Der erste Blick hinein hat mich nicht überzeugt; es gibt eine Menge leerer Seiten mit Vogelgraphiken und weisen Sprüchen. Die ersten Textseiten haben mir dann aber gefallen. Man erfährt dort, dass der ursprüngliche Buchtitel „Wer Grenzen zieht kann Wege öffnen“ lautete.

Ein Zitat aus dem Vorwort: „Nur wer sich selbst als wertvollen, besonderen Menschen wahrnimmt, kann gelassen damit umgehen, dass ein anderer das vielleicht nicht so sieht. Wer als Eltern Gelassenheit ausstrahlt, der kann auch mit der Kritik durch die eigenen Kinder leben, aber auch mit den Zweifeln der Umgebung und der Gesellschaft“ Sprachlich hätte ich an diesem Textausschnitt einiges auszusetzen, aber inhaltlich bin ich völlig einverstanden.

Es gibt 12 Kapitel, deren Überschriften den Inhalt des Buchs recht gut zusammenfassen.

Die Kunst der Selbstreflexion

Die Kunst der Macht

Die Kunst der inneren Werte

Die Kunst der Wahrnehmung

Die Kunst der Zuwendung

Die Kunst der Konsequenz

Die Kunst, Grenzen zu ziehen

Die Kunst der Autorität

Die Kunst der Disziplin

Die Kunst der bedingungslosen Liebe

Die Kunst der Partnerschaft

Die Kunst des behüteten Gehenlassens.

Es gibt auch Fragebögen für die Selbstreflexion der Leser. Zum Beispiel darüber inwieweit die eigenen Werte tatsächlich die eigenen Werte sind oder jene, die aus der eigenen Erziehung stammen und vielleicht einfach nie in Frage gestellt wurden obwohl sie gar nicht wirklich  den eigenen Überzeugungen entsprechen. oder auch darüber, wie die Erziehenden mit Macht oder mit Lob umgehen.

Ein sehr interessantes Buch, nicht nur für Eltern, das zur Selbstreflexion über wesentliche Aspekte im menschlichen Zusammenleben anregt

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8 Kommentare zu “Daggi 20 – Das Shaolin-Buch für Eltern

  1. Danke für den Tip!

    Ist das Buch an Eltern mit Kindern jeden Alters gerichtet, oder geht es um Kinder einer bestimmten Altersgruppe?

    Dann möchte mich ganz aufrichtig und unspitzfindig die Frage stellen, was du an dem zitierten Abschnitt sprachlich einiges auszusetzen hättest – ich finde ihn gut formuliert!?

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    • Es geht in dem Buch nicht um bestimmte Altersgruppen sondern um Erziehung im allgemeinen besonders um grundlegende Haltungen seinen Kindern gegenüber. Die Gedanken zum Thema „Macht“ zum Beispiel finde ich sehr interessant.
      .
      Nun ja, es ist etwas kleinlich, zugegeben. Aber mir gefällt „ein anderer“ nicht, ich würde „jemand anderer“ nehmen und „wer als Eltern…“ finde ich auch nicht gut, weil „wer“Singular ist und „Eltern“ Plural und die beiden nicht wirklich gut zusammenpassen. Es müsste sowas wie „wer als Elternteil“ oder „wer als Vater oder Mutter“ oder „Diejenigen, die als Eltern“ oder einfach „Eltern, die „. Aber ich muss selbstkritisch bemerken, dass es schon eine sehr kritische Betrachtung ist 🙂

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  2. Über neue Autorität und die Folgen antiautoritärer Erziehung spricht auch Haim Omer hier ganz aufschlussreich und klar: http://www.nido.de/artikel/wie-viel-autoritaet-braucht-ein-kind/
    Eltern als Anker, die dem Kind Halt geben und so.
    Ob er auch ziehende Wildenten auf seinen Buchcovern hat, weiß ich natürlich nicht. Die Shao Lin scheinen mir nicht sehr frei in ihrer Erziehung gewesen zu sein. Eher das Gegenteil. Aber klingt halt schnittig. So wie die Tiger-Mutter.

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    • Naja, das ist natürlich ein reißerischer Titel deswegen gefällt mir auch der ursprüngliche viel besser.
      Die Shao-Lin Mönche haben wohl wie alle buddhistischen Mönche haben sollten viel innere Freiheit gepaart mit viel Disziplin.
      .
      Danke für den Hinweis auf Haim Omer. Über die Folgen antiautoritärer Erziehung gibt es wohl eine Menge zu sagen. Im Bereich der Erziehung gibt es halt Wellen und Trends wie in anderen Wissenschaften auch ….

      Gefällt 1 Person

  3. Das klingt wirklich interessant; schon beim Lesen deiner Beschreibung hab ich das Gefühl, an Einsicht gewonnen zu haben. Danke dafür!
    Liebe Grüsse
    Silke

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    • Das freut mich. Es ist ein wirklich interessantes Buch, das man nicht unbedingt im Hinblick auf Kindererziehung lesen muss. Es bringt einiges an Erkenntnis über die Hintergründe eigener Handlungsweisen

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