la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Wolkenkuckucksheim

20 Kommentare

Es ist ein großes Privileg, die Möglichkeit zu haben sich gelegentlich aus der Verwirrung, der Aggression, dem allgemeinen gegenseitigen Unverständnis zurückziehen zu können.

Verwirrungen entwirren sich manchmal etwas, wenn man  einem Bach beim Fließen zusieht oder einem Baum beim Wachsen. Letzteres dauert dann etwas länger.

Ich grabe ein bisschen in mir herum und finde dort abgesehen von privaten Themen meinen tiefsitzenden Ärger über  vereinfachende Heilsrezepte, die den Anspruch erheben einer komplexen Welt gerecht zu werden. Ich sehe meine eigenen Aggressionen gegen Verhaltensweisen, die auf glöckchenbimmelnder Naivität aufbauen und völlig unbeschwert sind von irgendwelchen Kenntnissen und Erfahrungen.

Ich tauche hinein in die Aggression und den Ärger und komme dahin mir zu sagen, dass Ärger und Aggression genauso blind machen wie das Glöckchengebimmel.

Loslassen …..

 

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20 Kommentare zu “Wolkenkuckucksheim

  1. Zum Wolkenkuckucksheim fällt mir erstmal das da ein:

    Ansonsten individuell. Mal so, mal so. Aber nicht immer den Ärger für sich behalten. Gegebenfalls abwarten und dann anders entscheiden. Aber ist jetzt eh rum. Dann eben den Song anhören. Hach….

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  2. Ärger hilft. Also mir. Ich frage mich, warum ich mich jetzt gerade so tierisch aufrege (über z. B. etwas Abstraktes, nehmen wir deine „glöckchenbimmelnde Naivität“ (herrlich!)) und komme, wenn ich mich lange und geduldig genug frage, irgendwann bei mir an, warum es MIR so auf den Zeiger geht. Und das ist oft etwas ganz anderes, das kann z. B. ein Nicht-Gesehen-Werden in den eigenen Bedürfnissen sein, das kann mir Angst machen (warum?) etc. Und wenn ich dann weiß, was mein eigenes Bedürfnis dahinter ist, dann kann ich immer noch entscheiden: Was tue ich? Was tut mir gut? Klappe halten? Weggehen? Dagegen angehen?
    Einigermaßen achtsame Grüße 😉
    Christiane

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    • Jaaaaa, da bin ich ganz deiner Meinung. Ärger ist ein hervorragender Wegweiser in die eigene Psyche. Genauso wie du das beschreibst mache ich das auch.
      .
      Mein Lösungsansatz ist dann das Loslassen. Loslassen heißt aber NICHT das Thema zu verdrängen oder links liegen zu lassen sondern zu versuchen einen klareren Blick darauf zu finden. Eben durch das Analysieren, verstehen und (wenn möglich) Ausblenden der eigenen negativen Emotionen.
      .
      Dadurch ist es eigentlich erst möglich sich mit einem Reizthema überhaupt einigermaßen objektiv und vorurteilsfrei und somit konstruktiv zu beschäftigen.
      Ich finde es einfach sinnvoll wenn man das, was man jemand anderem an den Kopf werfen möchte zunächst einmal selbst kritisch betrachtet. Womöglich hat die andere Person wenig oder gar keine Schuld an meinem Ärger.
      Bei meinen Lieblingsfeindbildern gelingt mir das erst im Ansatz, aber immerhin ist schon das Bewußtsein da, dass diese Lieblingsfeindbilder wahrscheinlich viel mit mir selbst zu tun haben.
      Einigermaßen achtsame Grüße zurück 🙂

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      • Wenn du unter „Loslassen“ dieses Einen-Schritt-zurück-machen-und-eine-andere-Perspektive-Suchen verstehst, was du ja eigentlich beschreibst, dann sind wir auf dem gleichen Boot. Bei mir ist nur „Loslassen“ so mit … Glöckchengebimmel … besetzt 😉

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        • *kicher* ja, ich weiß und merke das immer wieder. Es ist ein weit verbreitetes Mißverständnis, dass loslassen das gleiche ist wie „aufgeben“, „verdrängen“ etc
          .
          Im Wesentlichen meine ich das so wie du, nur nicht unbedingt „eine andere Perspektive suchen“ sondern die vorhandene untersuchen, was dann mit höchster Wahrscheinlichkeit zu einer neuen Perspektive führt.

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  3. Naaa, ich weiß nicht. Immer klein beigeben, ommm summen und die böse/naive/grausame Welt böse/naiv/grausam sein lassen …

    Blinde Wut hilft natürlich nicht bzw. macht alles nur schlimmer. Ich denke allerdings, dass es durchaus ‚gesunden‘ Ärger gibt, der beim Verarbeiten hilft, bei der Problemlösung helfen kann und die eigene Position im Weltgefüge festigt.

    Liebe Grüße

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    • Wer spricht denn von klein beigeben? ?

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      • Ich habe das so interpretiert. Wenn man sich über etwas ärgert und es loslässt, gedanklich, dann ändert sich am Ärgernis ja nichts. Es existiert weiterhin. Das hatte für mich etwas zurückziehendes, eben klein beigebendes. Falls es dir zu negativ klingt (so war es nicht gemeint), dann ersetze es genau so. – klein beigeben + zurückziehen.

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        • Nein, entschuldige, ich habe mich vielleicht unklar ausgedrückt.Es geht mir weder ums Zurückziehen noch ums klein Beigeben sondern um die Analyse des Ärgers, die Erkenntnis daraus (oft hat der Ärger nur mit mir zu tun und gar nicht mit der Situation oder der anderen Person) und das möglichst objektive Herangehen an die Situation. Natürlich gibt es sehr berechtigten Ärger und daraus resultierenden Handelsbedarf. Man handelt aber besser, klarer und effizienter, wenn der Blick nicht durch Ärger vernebelt ist

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  4. Loslassen kann ich leider nicht immer. Dann schlägt das Universum zurück und es wird noch schlimmer.

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  5. „glöckchenbimmelnde Naivität“- was für ein schrecklich feiner Ausdruck 🙂

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  6. Ich kann leider trotz Alter auch nicht so weise sein – ich kann mich ärgern und äußern – doch oft geht das schief.

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  7. Weise weise. Ich persönlich äußere mich lieber. Immer bewusst und auch kontrovers. So erfahre ich vieles über das ich für mich in Ruhe nachdenken kann und endwirre die Dinge so für mich. Jeder auf seinem Weg. Alles Gute.

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