la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Integrationsnähmaschinen

14 Kommentare

Die österreichischen Medien, zumindest die, die ich konsumiere sind jetzt eingeschwenkt auf Integrationsberichterstattung. Also man erfährt über (Aus)bildungsprojekte, über Qualifikationen für den Arbeitsmarkt, die Flüchtlinge hätten und ähnliches mehr.

Kürzlich sah ich einen Bericht über ein paar junge Afghanen, die eine Schneiderausbildung hätten. Man sah strahlende junge Männer, die auf uralten Nähmaschinen (wo die wohl herkamen) ein paar Stücke Stoff zusammennähten. Das in einem Land aus dem die ehemals florierende Textilproduktion  praktisch in ihrer Gesamtheit nach Asien ausgelagert wurde. Der Bericht über die Schneider lag irgendwo zwischen rührend und ärgerlich.

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14 Kommentare zu “Integrationsnähmaschinen

  1. Ich weiß nicht … muss ja nicht immer alles schlecht sein, was in den Medien präsentiert wird.

    Wir haben da schon ein Problem, wenn in solchen Zusammenhängen direkt von Propaganda u.ä. gesprochen wird.

    Was wohlgemerkt nicht heißen soll, dass es NICHT so ist. Ein komplexes Thema …

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    • Aber liebes Manuel, wo steht „alles“ ? Es geht nur um einen ganz konkreten Beitrag.
      Zugegeben „Propaganda“ ist hart, aber wenn ich denke, wie die Medien im letzten Sommer zum Thema „Flüchtlinge“ geschrieben haben. Wahrscheinlich in bester Absicht, trotzdem aber weit entfernt von objektiver Berichterstattung. Man konnte streckenweise die Mechanismen der Manipulation daran studieren.

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      • Das ‚alles‘ bezieht sich nicht auf diese eine Meldung und auch nicht auf dich, sondern vielmehr auf die in meinen Augen vorherrschende Meinung, Massenmedien verzerrten das reale Weltbild.

        Daraus resultiert ein – vielleicht berechtigtes, vielleicht unberechtigtes – Misstrauen gegenüber den veröffentlichten Nachrichten.

        Und wiederum darauf aufbauend neigen viele Menschen dazu, grundsätzlich ALLEM zu misstrauen, was in diesen Medien präsentiert wird.

        Wie geschrieben mag das auch gut und richtig so sein – gesundes Misstrauen etc. … Aber eventuell freuten sich die Afghanen ja wirklich, an gebrauchten Nähmaschinen arbeiten zu können.

        Plakativer formuliert könnte ich auch sagen: Immer wollen die Menschen auch mal positive Nachrichten und wenn es dann welche gibt, trauen sie ihnen nicht. 😉

        Liebe Grüße

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  2. Das sieht mir sehr nach „Propaganda“ aus. In Indien habe ich ähnliche Showprojekte erlebt.

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  3. Die Nähmaschinen Sache erinnert mich an das Online Projekt „Deutsch für Flüchtlinge.“ Gut gemeint, aber nicht richtig durchdacht.

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  4. Ehrlich finde ich das eher ärgerlich.
    Es ist eine Scheinbeschäftigung und ein schwaches Mittel zur vorübergender Beuhigung.

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    • Ja, da bin ich ganz bei dir. Es ist vielleicht für die einzelnen Menschen eine kleine Freude herzuzeigen, dass sie etwas können, aber eine Illusion zu meinen, sie könnten als Schneider in einer hochtechnisierten Dienstleistungsgesellschaft für sich eine Nische finden. Ja, vielleicht findet der eine oder andere doch seine Kundschaft …

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  5. Ich habe das Gefühl, dass auch die integrationsbereitwilligen Länder nicht so richtig wissen, wie sie es anpacken sollen. – Die ganz jungen, die Kinder – die werden sich (vielleicht) später integriert fühlen, vielleicht aber auch nicht. Wenn bei uns die AfD und bei euch die ??? das Sagen bekommt, dann gibt es keine Integration von Fremden.

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    • Der Fehler liegt meiner Meinung nach auch darin, dass alle nichtausländerfeindlichen Parteien die Situation nicht realistisch darstellen und so tun als gäbe es überhaupt keine Probleme mit der Integration. Tatsächlich gibt es viele sehr massive Probleme, mit denen man sich eben beschäftigen muss um Lösungen zu finden. Die Leugnung von Problemen schafft keine Lösungen und verärgert die Menschen, die dann zu den rechtslastigen Parteien abwandern. Nicht unbedingt , weil ihnen deren Ideologie so gut gefällt, sondern auch, weil die etablierten politischen Kräfte planlos sind und noch nicht einmal in der Lage die Herausforderungen zu benennen, geschweige denn positive Lösungsansätze zu finden.

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  6. Antiquierte Nähmaschinen, das muss ja ausgesehen haben.

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