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Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Die kleinen Aufregungen des Alltags

16 Kommentare

Davon gibt es derzeit zwei in meiner Schule.

Die erste ist ein höchst unliebsamer Mitbewohner des Lehrerzimmers. Er beehrt uns schon seit Wochen. Hans-Peter haben wir ihn genannt und werden ihn nicht und nicht los. „Ihn“ ist auch nur eine Vermutung, es könnte ebensogut eine Johanna-Petra sein, oder beides, oder eine Großfamilie…. Es handelt sich um Ratten. Die hygienischen und baulichen Zustände an unserer Schule, die im Sommer abgerissen wird, sind ohnehin schon eine Katastrophe, jetzt haben wir auch noch Ratten.

Es ist allmorgendlich spannend …..  Welche Spuren hat er/sie in der Nacht hinterlassen ? Lebensmittel haben wir längst keine mehr herumliegen, aber das nette Tier frißt nahezu alles, von Geburtstagsblumen bis Überreste jeder Art. Natürlich hinterläßt es uns auch die Endprodukte seiner Verdauung. Völlig unhaltbare Zustände sind das ! In den Osterferien soll, laut Direktor, der Kammerjäger einen Großangriff starten und Hans-Peter zu seinen Ahnen versammeln. Anschließend wird dann das ganze Gebäude desinfiziert. Da weiß man dann auch nicht, was ungesünder ist, die Ausscheidungen der Ratte(n) oder das Gift.

Mehrere Kollegen haben schon vorgeschlagen, ihre Katzen mitzubringen, aber der Direktor meinte, dass er diesen gehätschelten Miezekatzen nicht zutrauen würde Ratten zu jagen. Nun ja ….. Das allererstaunlichste an der Sache ist aber, dass die Ratteninfo nicht bis zu den Schülern durchgedrungen ist. Die geheimsten Konferenzbeschlüsse sprechen sich spätestens nach ein paar Tagen herum, aber die Nachricht über den/die Mitbewohner ist den Schülern nach Wochen noch nicht zu Ohren gekommen.

Die zweite Neuigkeit ist, dass wir einen irakischen Flüchtling, einen Mathematiker, zugeteilt bekommen haben. Er soll einmal in den Schulbetrieb hineinriechen und so eine Art Assistentenrolle übernehmen.Dafür bekommt er die wenig großzügige Summe von 100 euro im Monat. Allerdings kann er kaum Deutsch und schlecht Englisch. Die Verständigung wird also nicht einfach werden und wie jemand, der sich mit den Schülern nur extrem rudimentär verständigen kann, unterrichten soll, ist uns allen unklar. Die Kollegen von der Mathematik sind ohnehin überarbeitet und wären glücklich wenn ihnen jemand ein paar Stunden abnehmen würde….. Vielleicht wird´s was, wenigstens im Teamteaching …

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16 Kommentare zu “Die kleinen Aufregungen des Alltags

  1. Pingback: Ratten, Umzug und Salafismus | la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

  2. Ich habe die anderen Kommentare nicht gelesen, eventuell wurde das Thema schon geklärt: Ich finde die Kombination ‚kleine Aufregungen des Alltags – Ratte – irakischer Flüchtling‘ arg unglücklich – bin mir allerdings absolut sicher, dass du dir dabei nichts gedacht hast.

    Liebe Grüße

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    • Ich habe mir dabei gar nichts gedacht, allerdings beim Durchlesen habe ich schon bemerkt, dass man da eine tatsächlich nicht vorhandene Verbindung vermuten könnte.
      Ich habe es nicht geändert, weil es mir heftig auf die Nerven geht, dass jedes Wort fünfmal umgedreht werden soll bevor es gesagt werden darf, dass ich mich in alle möglichen gedanklichen Verbindungen anderer Leute hineinversetzen soll bevor ich irgend etwas sagen darf …. Die in vielem Bereichen sehr positive political correctness darf doch nicht zur Zensur ausarten ! Ebenfalls liebe Grüße

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  3. Zu eurem irakischen Mathematiker: Geduld! Mathe ist auch ohne größere Sprachkenntnis unterrichtbar. Die Kinder lernen schnell, den Lehrer zu verstehen, wenn sie es nur wollen. Und der Lehrer lernt durch die Kinder. (Ich weiß das aus eigener Erfahrung, denn ich brachte Kindern Deutsch bei, ohne ihre Sprache zu sprechen).

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  4. Der Fellträger jagt (und killt) auch Ratten. Gebissen worden ist er allerdings auch schon, das war aua und nicht so lustig.
    Viel Erfolg, natürlich auch mit und dem neuen Kollegen. Kann ja auch gut gehen …
    Liebe Grüße
    Christiane

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  5. Ich mag Ratten sehr gerne.
    Man könnte doch einfach eien Lebendfalle aufstellen udn das Tier in die Freiheit entlassen.
    Mein ja nur… 😉

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    • Die steht seit Wochen herum aber Hans Peter ist zu schlau dafür und auch keine Spur ausgehungert 😍

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      • Ratten sind tatsächlich extrem schlau. Giftfallen lernen sie sehr schnell zu meiden. Bei neuen Angeboten schicken sie zuerst einen altersschwachen Greis hin zum Probieren, und wenn der umfällt, wissen sie Bescheid. Auch darf man das Gift bzw die Falle nie auf dem gleichen Fleck deponieren. (Ich habe manchmal Rättchen im Atelier, die fressen gerne Papier, Plastik und Kabel.).

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  6. Vor wenigen Tieren habe ich Angst – aber Ratten zählen dazu. Ich wäre ständig auf dem Stuhl oder sogar auf dem Tisch.
    Wenn der junge Mathematiker begabt ist, dass lernt er ganz schnell deutsch, Ich wünsche es ihm jedenfalls.

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    • Ja Ratten sind so gescheit ! Ich wünsche dem irakischen Kollegen auch alles gute bin aber nicht so optimistisch was das schnelle Deutsch lernen bettifft zumindest nicht auf dem nötigen Niveau um unterrichten zu können

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  7. Die Schüler wissen noch nichts von den Ratten?
    Dann kannst nur hoffen, dass sie deinenblog nicht lesen! 🙂

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  8. Ratten sind echt zu jagen. Hoffentlich ist der Kammerjäger erfolgreich.
    Der neue Kollege sollte möglichst schnell deutsch lernen.

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  9. Katzen trauen sich nicht an Ratten ran, die können richtig zubeissen. Und Euer Praktikant wird Ratzfatz Deutsch lernen….. ist wie bei den Kindern. Sobald sie in die Schule gehen machen sie sich verständlich 🙂 Wie habt ihr das rechtlich geregelt? Mit einem Praktikumsvertrag? Und wie ist er versichert? Das sind gerade bei uns riesige Hürden die noch überwunden werden wollen….

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