„Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer anderen Schüler werden“ Gerhart Hauptmann.

Das gefällt mir als neugierigem Menschen sehr gut. Wahrscheinlich ist es auch ein Rezept, wie sich Menschen auf Augenhöhe begegnen können: alle sind Experten für irgendwas und Anfänger in anderen Bereichen.

24 Gedanken zu “

  1. Ihre Schlussfolgerung gefällt mir besser als die Aussage von G.H.
    Ersterer ist mir zu absolut – wer ist wann Meister?
    Experte hingegen bezeichnet ein nicht näher definiertes Spezialistentum und lässt Raum…
    Feierabendliche Grüsse aus kreativen Bembelland

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    1. In meinem Verständnis ist ein Meister einer, der etwas so gut kann, daß er sein Können anderen vermitteln kann. Jedenfalls einer, der kann und tut. Ein Experte dagegen ist eher der Wissende, der das Tun anderer beurteilt: ein Sachverständiger.
      Die beiden verhalten sich also wie Mechaniker und TÜV-Prüfer…

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      1. Na ja, das sind Unterschiede im verwendeten Vokabular. Aber die Essenz der Aussage ist ja, dass man es nicht bei der Meisterschaft in irgendetwas belassen soll, sondern in einem anderen, unbekannten Gebiet wieder von vorne beginnen und wieder Anfänger werden soll. Dadurch vermeidet man das allzugroße Aufblasen des Egos.

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    2. Diesem Problem begegne ich immer wieder im fernöstlichen Zusammenhang. Da gibt es eine Menge Meister und Meisterinnen in diesem und jenem und – zumindest als Europäer – kann man oft nicht wirklich nachvollziehen warum gerade diese Person so geschätzt wird.
      Das ist doch ein sehr interessantes interkulturelles Thema !

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      1. „Meister“ ist vermutlich das falsche deutsche Wort, das dem japanischen „Sensei“ kaum entspricht. Es ist aber auch eine höfliche und ehrenvolle Anrede, die Europäer anders verstehen.

        Beispiel Budo: Der Schwarze Gürtel (Dan) im Karate symbolisiert landläufig den Meistergrad. Und doch bleibst du auch mit einem 1., 2., oder 3. Dan ein Schüler. Du lernst als Meister ein Leben lang. Auch von und mit Schülern. Und so ist es gut.

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  2. Seit längerer Zeit spiele ich mit dem Gedanken an ein Seniorenstudium an der Freien Universität. Doch die Kursgebühren für die wenigen Semesterwochen sind ziemlich hoch – aber ausschlaggebender ist, dass gerade die beiden Studienrichtungen, die mich interessieren, dafür nicht freigegeben sind – weder als Gasthörer noch als Ausweisinhaber für ein Semester.
    Mal sehen, wo ich dann Elevin werden kann.

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    1. Vielleicht bietet die FernUni Hagen etwas, das Ihren Interessen nahekommt.
      Ich habe studiert, was ich eigentlich schon immer machen wollte. kein Vergleich zu meinem ersten Studium…
      Abendlichschöne Grüsse aus dem wohlbemessenen Bembelland

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      1. Danke für den Rat, Herr Ärmel, aber ich möchte schon das Gefühl haben, in einem Vorlesungssaal unter Jungvolk zu sitzen – deswegen kein Fernstudium. – Es könnte sein, dass dieses direkte Zuhören an meinen verqueren Ohren scheitern könnte, aber dann habe ich es wenigstens versucht.
        Eigentlich interessieren mich drei Studienrichtungen: Psychologie oder von der Medizin die Psychiatrie. Kriminalistik könnte es auch sein, aber das wird an der FU gar nicht gelehrt. – Die FU ist für mich räumlich so günstig – und bei schlechten Wettervoraussetzungen will ich nicht stauend durch die halbe Stadt fahren.
        Beste Grüße aus dem dunklen Berlin-Tempelhof

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        1. Stimmt, einen Hörsaal hat man im Fall eines Fernstudiums nicht. Dafür finden sich Lerngruppen. Dadurch kommen reifere Jugendliche wie wir in viel engeren Kontakt zum Jungvolk. Was ich auch besser fand als in meinem ersten (Präsens)studium war, dass die Profs viel direkter erreichbar gewesen sind.
          Ihnen drücke ich die Daumen, dass Sie Ihr Traumfach studieren können unter den Bedingungen, die für Sie die besten sind.
          Morgenfrühevorfrühstücksgrüsse aus dem erwachenden Bembelland.

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      1. Ein Fernstudium soll es auf keinen Fall sein, denn alleine kann ich auch auf andere Art sein und mich beschäftigen. – Ich glaube, auch die andere Uni in Berlin (die Humbolduni, denn die TU kommt nicht in Frage und auch die Akademien der Künste reizen mich nicht) bietet meine „Traumfächer“ nicht für olle Weiber an. 🙂

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          1. Wenn du weder einen Abschluss anstrebst noch approbieren noch promovieren willst, kannst du dir aus jedem Studium einfach Abschnitte wählen. – Mal sehen, ich habe erst angefangen zu recherchieren. Für das Wintersemester wäre es eh zu spät.

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  3. Ein Wissender oder Meister zu sein, das wär ja mal was! Nee, bin ich nicht, aber ich vermittle gern mein bisschen Wissen und versuche, es nützlich werden zu lassen. Neues zu lernen ist nicht (nur) eine Sache des Studienbeginns, sondern (weit mehr) der Lebenseinstellung: täglich kann man feststellen, wie lernbedürftig man ist. Und bei den Mitmenschen in die Lehre gehen.
    NB: mit 38 wechselte ich Land, Leute und Beruf, mit 39 begann ich zu malen, mit 57 machte ich meinen Führerschein, irgendwann dazwischen wurde ich systemische Aufstellerin und noch dies und das, mit 69 begann ich eine kunsttherapeutische Ausbildung, mit 72 entwickelte ich eine neue künstlerische Ausdrucksform, mit 73 wurde ich Bloggerin …. – und kein Ende abzusehen 🙂 – Also nur Mut, liebe „ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger“

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