la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

roma locuta causa finita ?

9 Kommentare

Im Vatikan sitzen 350 mittelalterliche und alte Männer, die – zumindest theoretisch – seit Jahrzehnten zölibatär leben und beraten darüber, wie aus ihrer Sicht das Leben in Partnerschaften und Familien zu gestalten wäre. Die Standpunkte von Frauen werden offenbar als irrelevant betrachtet. Wahrscheinlich weil ja Frauen an Partnerschaften und Familien nicht beteiligt sind, oder nicht in der Lage etwas zu deren Gestaltung beizutragen. *hüstel*

Es stellen sich überhaupt ziemlich viele Fragen zu dieser Synode. Zuallererst frage ich mich für wen die Ergebnisse überhaupt noch relevant sind und  inwiefern die Teilnehmer der Versammlung für das Thema eigentlich kompetent sind.

Polemischere Fragen gäbe es da noch etliche ……

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9 Kommentare zu “roma locuta causa finita ?

  1. Gerade heute schrieb ich mit jemandem über meine katholische Taufe, die gegen meinen Willen stattgefunden hat. Und dann kam mir der Gedanke, dass der jetzige Papst der wirklich allereste ist, bei dem ich nicht ganz so sauer gewesen wäre, dass ich lange katholisch war.
    Ich denke auch, dass bei solchen Verhandlungen wenigstens ein Drittel Frauen zugelassen werden sollten – wenn nicht sogar die Hälfte.

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  2. Ich denke nicht, dass es dringend nötig ist, eigene Erfahrungen zu haben, wenn man über gesellschaftliche Dinge berät. Nicht jeder Richter hat in seiner Jugend geklaut oder eben mal einen erstochen. Es geht auch nicht um die persönliche Meinung dieser Männer, obwohl die sicher immer wieder in Entscheidungen einfließt, sondern um die Auslegung von Überlieferungen. Ich wette außerdem (um eben doch noch mal auf die Erfahrungen zu kommen), jeder von diesen Typen kann sich an seine Familie, an Mütter und Schwestern und Tanten erinnern, alle kennen Frauen, auch wenn sie eben keinen Sex mit denen haben oder Familien gründen. Nicht, dass ich mit dem, was die da ausbrüten, immer d’accord bin. Die Haltung der Kirche zur Homosexualität ist einfach absurd. Aber es ist sicher auch nicht so, dass da böse und debile Onkels sitzen, die nur um der Macht willen dumme Vorschriften aufstellen. Es geht um Richtlinien für einen christlichen Lifestyle. Die zu befolgen den einzelnen Menschen anheim gestellt wird. Und warum sollen nicht streitbare Thesen aufgestellt werden: wo alles möglich ist, wird vielleicht am Ende weniger gestritten. Das wäre doch schade.

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    • Danke für deine Meinung, die ich mit Interesse gelesen habe.
      Allerdings bin ich mit vielem nicht einverstanden.
      Ich finde da ist schon ein sehr großer Unterschied, ob man einen Diebstahl oder einen Mord verurteilt ohne selber einen begangen zu haben oder ob man Urteile über Lebensformen abgibt, von denen man keine Ahnung hat. Die Erfahrungen, die ein späterer Kardinal als Kind mit weiblichen Familienmitgliedern gemacht hat, sind nur sehr begrenzt vergleichbar mit den Erlebnissen und Erfahrungen innerhalb einer Partnerschaft.
      Von bösen und debilen Onkels habe ich aber nix gesagt, obwohl mir das bei einigen Vertretern……… aber nein, das ist jetzt unsachlich 🙂

      Ich sehe schon ein, dass es um die Auslegung von religiösen Überlieferungen geht. Nur handelt es sich halt um Überlieferungen, die tausende Jahre alt sind und an deren Anwendbarkeit auf die heutige Gesellschaft wohl verständliche Zweifel herrschen können. Vor allem wenn diese Auslegung eben von Menschen kommen soll, die eben zeitgemäße Lebensformen in Partnerschaften nur vom Hörensagen kennen.
      Ich kenne viele Menschen, die sich als Christen verstehen, aber der Meinung sind, dass sie durchaus imstande sind höchst private und intime Fragen des Zusammenlebens selbst zu klären.
      Ich will auch nicht auf die emotionale Schiene einschwenken und sagen, dass ich es ungeheuerlich finde, dass diverse Kirchenvertreter in Ländern in denen die Menschen extrem arm sind und die Kindersterblichkeit an heilbaren Krankheiten und anderen armutsbedingten Faktoren enorm ist, mit großem Pomp und Trara gegen jede Art von Verhütung wettern oder in Ländern in denen Aids die halbe Bevölkerung auslöscht, Kondome als Teufelswerk verurteilen …..
      Bevor ich jetzt wirklich emotional werde, schreibe ich noch, dass ich
      streitbare Thesen interessant finde, weil sie Anstoß für das Bedenken und Überdenken vieler heikler ethischer Fragen sein können. Aber philosophische Debatten sind eine Sache (die ich sehr schätze) und Ratschläge oder Gebote, die das nackte Überleben in Frage stellen eine andere ….

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      • Es ist nicht meine Meinung. Es ist eine Haltung, die ich mir der Kirche gegenüber zugelegt habe und auch immer wieder zulege oder umlege oder was auch immer, für Meinungen ist mir dieses Thema zu heikel.

        Warum Priester keine Ahnung von Familie haben sollen, ist mir nicht plausibel. Ich habe mich auch gegen eine eigene Familie entschieden, lebe aber ja weiterhin in meiner Herkunftsfamilie, die sich nach allen möglichen Ecken und Enden hin verzweigt. Auch habe ich Freund/innen mit und ohne Kindern, die verheiratet sind. Mir käme es sehr komisch, wenn ich bei einer Diskussion über Familie Redeverbot bekäme, nur weil ich selbst nicht mit Mann/Frau und Kindern gesegnet bin. Familie ist doch mehr als das eigene Leben. Sie ist die Grundlage von Gesellschaft und wie Demokratie stets neu zu bedenken.

        Überlieferungen, die mehrere 1000 Jahre alt sind, sind für mein Verständnis nicht an sich obsolet. Als wenn es freie Liebe, wechselnde Lebensabschnittspartner, Patchworkfamilien, Fernbeziehungen, Transgenderprobleme nicht auch schon in der Antike gegeben hätte. Die Frage nach Treue, Liebe, Verbindlichkeit, Freiheit sind in allen Epochen dieselben. Wir haben heute vielleicht einen größeren Radius für Gleichzeitigkeit, aber die Gefühle hinken diesen Freiheiten ja oft hinterher. Oder kommen aus dem Takt. Sich dazu immer wieder neu Gedanken zu machen, die einer Tradition verpflichtet, aber nicht auf Stillstand gepolt sind, ist meines Erachtens nix, worüber man sich lustig machen muss. Auch wenn die Ergebnisse voraussichtlich wieder mehr als bescheiden ausfallen werden…

        Und am Ende des Katholikenbashings kommen dann immer wieder die bösen Herren, die die Abtreibung verbieten. Liebe Leute. Wer Sex hat, weiß in der Regel – und zwar schon früh – , mit welchen Konsequenzen. Es gibt auch in der Kirche Unterschiede zwischen Wein und Wasser. Oder zwischen dem, was gepredigt und dem, wie gehandelt wird. Alle Gläubigen wissen, dass sie alles am Ende mit sich und Gott abmachen. Nicht mit dem Erzbischof und nicht mit dem Papst oder sonstwem. Für wie blöd werden Gläubige eigentlich gehalten? Und um für wieviel blöder arme Menschen in anderen Ländern?

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  3. Polemische Fragen auch mir spontan einige ein 😉
    Nächtlichruhige Grüsse aus dem synodenfreien Bembelland

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  4. Frei übersetzt diskutieren Sie über Machterhalt und geldanhäufung.
    Nicht meine Welt.
    Schönen Restabend.

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  5. interessanter Beitrag, schönen Sonntag

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