la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Flüchtlingszüge

6 Kommentare

Wo sind die Politiker und Politikerinnen denen es gelingt den Spagat zu machen zwischen dem mitmenschlichen, humanistischen  Blick und dem Überblick über die Situation ? Wem gelingt es das Mitgefühl mit den einzelnen Menschen mit einer realistischen gesellschaftlichen Zukunftsplanung zu vereinbaren ?

Wir in Österreich und Deutschland mit unserem Nazitrauma in der zweiten und dritten Generation haben es besonders schwer in dieser Situation konstruktiv zu handeln.Zwischen der menschlichen Betroffenheit und der Unmöglichkeit halb Syrien und halb Afghanistan in Europa anzusiedeln und zu integrieren

Die „Lösung“ Züge zur Verfügung zu stellen, damit möglichst viele Flüchtlinge woanders hin fahren, ist wohl aus jeder Sichtweise suboptimal. Diese Züge haben nichts gemein mit den Viehwagen in denen Menschen in Konzentrationslager gekarrt wurden, trotzdem steigt mir dieses Bild immer wieder auf und trotzdem hatten die ungarischen Behörden wohl keine Wahl angesichts von Tausenden Menschen, die den Bahnhof gestürmt haben.

Und so geht das immer rundherum in meinem Kopf und offenbar auch in den Köpfen der Verantwortlichen in der Politik, einerseits so, aber andererseits auch wieder so. Die Überzeugung, dass humanistische Werte hochgehalten werden müssen aber auch die mangelnde Begeisterung dafür zigtausenden jungen Männern aus streng patriarchalischen, frauenverachtenden Kulturen gegenüberzustehen. Dann wieder der innere Ordnungsruf „Menschen sind Menschen“, der wieder unterbrochen wird von Nachrichten aus dem Lager Traiskirchen, in denen man erfährt, dass diejenigen, die im Freien schlafen die Kinder und Frauen sind während die Lobby der afghanischen Männer die Zimmer belegt. Dann wieder die Empörung darüber, dass überhaupt jemand im Freien übernachten muss …..  und so weiter und so fort

 

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6 Kommentare zu “Flüchtlingszüge

  1. Der eigentliche Skandal ist, so meine ich, dass Regime, die dem Westen nicht gefielen und gefallen, systematisch destabilisiert wurden und werden. In der neueren Geschichte sind das Jugoslawien (Serbien), Afganistan, Irak, Syrien, Lybien, neuerdings auch Ukraine – und es geht weiter mit Georgien, Tchechenien, Asserbaidschan. In allen Fällen handelt es sich um Länder, die mit Russland gute Beziehungen unterhielten, denn immer geht es um die Einschnürung Russlands. Sogar das Riesenreich China ist neuerdings nicht tabu. Da wird gesägt und unterminiert, da werden Waffen geliefert und Kriege angezettelt, da wird mit den einen gegen die anderen konspiriert, da werden „Kämpfer“ (vermeintlich für eine „gerechte Sache“) ausgebildet – und Staaten zugrunde gerichtet, deren fragiles völkisches Gleichgewicht selbst ein Ergebnis der Kolonialpolitik war. Nun kommen die Menschen, die diese Massaker überlebten . Es sind die stärksten, die sich am besten wehren können. Die schwächsten und am meisten gefährdeten bleiben zurück, als Fraß für die Extremisten, die oft genug aus dem Westen kommen oder von diesem ausgebildet und aufgerüstet wurden…

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    • Da gebe ich dir im Wesentlichen recht, abgesehen davon, dass ich Putins Rußland auch nicht als zu den „Guten“ gehörend empfinde – falls es die denn überhaupt gibt.
      Ganz, ganz deiner Meinung bin ich, dass diejenigen, die in ihren jeweiligen Höllen zurückbleiben oder in einem der großen Flüchtlingslager landen die Schwächsten und unterstützungswürdigsten sind

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  2. als Flüchtlingskind am Ende des 2. Weltkrieges geht da allerhand los in meinem Kopf bei den Nachrichten und Bildern, eine gute Woche wünsche ich

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  3. Diese ganzen Gedanken gehen auch mir durch den Kopf. Um das Übel an der Wurzel zu packen, müsste man das Leben in der Heimat eines jeden wieder lebenswert machen. Dann würde keiner fliehen.

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