la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Schweigen

15 Kommentare

Schweigen ist nicht gleich Schweigen. Schön ist das entspannte Schweigen, wenn es einfach gerade nichts zu sagen gibt und die Beziehung so gut ist, dass man nicht irgendetwas plappern muss um peinliches Schweigen zu vermeiden.

Ich habe auch schon einmal ein retreat gemacht in dem tageweise geschwiegen wurde. Zu meiner großen Überraschung hat mir das sehr gut gefallen. Die Kommunikation, die nur durch Blicke oder Gesten stattfindet und ohnehin auf das Nötigste reduziert wird, ist erstaulich intensiv. Man nimmt Menschen anders wahr, wenn man nicht ständig redet und alles kommentiert.

Furchtbar dagegen ist Schweigen, wenn die anwesenden Menschen einander einfach nichts zu sagen haben. Vor allem wenn es sich um Menchen handelt, die sich – allen Konventionen zufolge – eigentlich viel zu sagen haben sollten. Dann plappert man irgendetwas, niemanden interessiert, was die anderen reden. Völlig zu recht, weil ja nur Worthülsen produziert werden um das Schweigen zu vermeiden. Und schlußendlich sind alle Beteiligten froh, wenn die Veranstaltung vorüber ist.

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15 Kommentare zu “Schweigen

  1. Diesen Ihren Beitrag sollte viele Menschen lesen. Und noch besser: beherzigen.
    Vielen Dank dafür!
    Abendschöne Grüsse aus lautstarkklingenden Bembelland

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    • Vielen Dank für Ihren ausführlichen Besuch, lieber Herr Ärmel ❤
      Ja, Schweigen ist in vielerlei Hinsicht eine sehr gute Sache. Manchmal denke ich mir, dass man durch das viele Reden und kommentieren so eine Art Schleier über die Dinge zieht, der die Sicht verschlechtert. Wenn man dann eine Weile schweigt verschwindet dieser Schleier wieder und die Sicht hat sich deutlich verbessert .,..

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      • Ich bin öfter bei Ihnen zu Gast, als Sie vielleicht annehmen. Ihre Beiträge und Mitteilungen sind oft so anregend,
        dass ein kurzer Kommentar der Sache nicht gerecht werden würde.
        Den Schleier sehe ich auch.
        Morgendlichsonnige Grüsse aus dem bunten Bembelland

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        • So ein liebes Kompliment beschwingt mich ganz deutlich beim Horror des Koffer packens 🙂

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          • Ich sende Ihnen noch einen guten Gedanken zum Kofferpacken. Das steht mir auch bevor.
            Und einiges zusätzliche Gepäck, das ich erst noch einsammeln muss für Menschen auf dem Schwarzen Berg.
            Ich wünsche Ihnen schon jetzt eine gute Reise, kehren heil zurück zu Ihrem Blog.
            Mittäglichsonnige Grüsse aus dem regen Bembelland

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  2. Mein Mann und ich verstehen uns prächtig. Aber wir können auch schwiegen, gemeinsam.
    Das kommt sogar öfter vor.

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  3. Solch ähnliche Gedanken hege ich gelegentlich in Arbeitsmeetings und auf Familienfeiern 😉

    (Darf ich Dein Schweigen so interpretieren, dass das von Dir gewünschte Buch noch nicht angekommen ist?)

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  4. Absolut recht hast du!
    Oder solle ich schweigen? Ähm, dann hätte ich das falsch verstanden…
    Ich finds z. B. immer gruselig, wenn ich wieder mal drauf reinfalle, wenn ich von Bekannten oder nicht Blutsverwandten gefragt werde, wie es mir geht… Wenn ich dann nicht die höfliche, erwartete Phrase „Gut und selbst“ von mir gebe, sondern meine ehrliche Einschätzung, eine ehrlich Antwort, was mir grad auf dem Herzen liegt oder wie es wirklich ist. Und man dann merkt – es interessiert eh keinen… das verletzt doch. Ich selbst frage nie, wenn es mich nicht wirklich interessiert.^^

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