la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

WIEDERERSTEHEN DER SCHUMMELZETTEL

17 Kommentare

Ich lese ganz regelmäßig den blog eines 17-jährigen Schülers, der großartige Einblicke in das Junger-Mann-Sein und in das Schülersein bietet. Kürzlich hat er darüber geschrieben, dass die Lehrer ja so blöd sind, dass sie absolut darauf fixiert sind, dass Schüler mittels smartphone schummeln. Das stimmt ganz genau: wir verfolgen mit mehr oder weniger scharfen Adleraugen, ob nicht jemand unter dem Tisch, im Ärmel, im islamischen Kopftuch, unter dem Minirock oder sonstwo ein smartphone, oder Ohrstöpsel oder sonstiges elektronisches Gerät versteckt hat.

Dabei, schreibt der junge Mann, könnte man als Schüler ganz ungestört die guten alten Schummler benutzen und die Lehrerschaft sieht sie nicht, weil sie nicht mehr mit ihnen rechnen. Das hat mich sehr amüsiert.

Heute Vormittag, kam zuerst ein Kollege ins Lehrerzimmer, der einen konfiszierten Schummler herzeigte, der so klein geschrieben war, dass niemand von uns irgendwas lesen konnte. Der Schüler aber wohl auch nicht, weil der Kollege ihn deswegen erwischt hatte, weil er ständig halb unterm Tisch am Boden lag, offensichtlich im Bemühen den dort ganz unschuldig liegenden, völlig unleserlichen Zettel zu entziffern.

Zwei Stunden später kam eine Kollegin von der Mathematik und schwenkte triumphierend mehrere schülerhilfreiche Zetterln. „Die Mädel haben ja da so diese Riesenschals an“ berichtete sie „und die eine hat ständig ihren Schal umarrangiert und nach unten geschielt und da habe ich gleich zugeschlagen“ Wir philosophierten kurz darüber, wie im Sommer durch das Fallen der Hüllen das Schummeln deutlich erschwert wird.

War ein sehr vergnüglicher Vormittag, außer für die amerikanischen Kollegen für die Schummeln ja fast in den Bereich der Kleinkriminalität fällt, während es in Österreich (in Europa ?) als Kavaliersdelikt gilt. Und ich habe mich wieder einmal darüber gefreut nicht nur Schüler sondern auch Kollegen aus aller Herren Länder zu haben. Es macht den Alltag interessanter.

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17 Kommentare zu “WIEDERERSTEHEN DER SCHUMMELZETTEL

  1. das ist doch eine allgemein bekannte Sache, dass, was man sich aufschreibt, besser im Kopf bleibt. Ideenreich muss man auch sein, wenn man nciht erwischt werden will.

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  2. Ich habe meine Schüler immer dazu aufgefordert nen Spickzettel zu schreiben, ihn während der Arbeit aber nicht zu verwenden, bzw. ihn zu Beginn der Arbeit mir abzugeben, was manche sogar gemacht haben. Das Thema: Wie erstelle ich einen brauchbaren Spickzettel war immer eine gute Vorbereitung auf eine Klassenarbeit und die Spickzettel, die ich lesen durfte zeigten mir, dass ein Schüler, der wenig Ahnung von einem Themengebiet hatte, auch keinen brauchbaren Spickzettel erstellen konnte.

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  3. Ich glaube – und nicht zuletzt durch dieses Beispiel – dass sich weniger verändert, als die Kulturpessimisten befürchten. Selfies gab es auch schon immer. Nur verwackelt. Gespickt habe ich im Kugelschreiber, eher selten. Denn das Problem war: was auf den Spickern stand, das wusste ich sowieso. For ever.

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  4. Und was passiert dann bei Euch? Eine 5?
    Mein Sohn erklärte mir kürzlich er geht aufs Klo und schaut dort auch die screenshorts von seinem Handy. Scheint wohl auch jedesmal zu klappen 🙂 Ich sage dazu lieber Nichts!

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    • Ja, ja, das kennen wir ja auch, die Lösung wird abfotografiert und verschickt, daher dürfen die Prüflinge nicht mit handy aufs Klo. Manchmal geht´s ja zu wie bei der Mafiafahndung :))

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  5. Ich habe nicht gespickt.
    Nein, niemals nicht. 😉

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  6. Ich bin echt, zu schummeln brauchte ich nie. 😉 Ich erinnere mich an ein Mädel aus meiner Klasse. Die hatte den Spicker ins Höschen gesteckt. Da war dann nix mehr mit Kontrolle. Auch nicht durch eine Lehrerin.

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