la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

Wünsche versus Bedürfnisse oder Warum Weihnachten nicht unbedingt glücklich macht

13 Kommentare

Gerade um Weihnachten und Neujahr wird es offensichtlich, dass Wünsche und Bedürfnisse zumindest in unserer Gesellschaft weit auseinanderklaffen.

Die Grundbedürfnisse der Menschen sind durch alle Zeiten und Kulturen immer dieselben: Liebe, Nähe, Anerkennung, Geborgenheit, Sinn, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten ……. Verschiedene Menschen haben diese Bedürfnisse in unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlicher Intensität.

Wünsche gibt es unendlich viele, sie haben aber gemeinsam, dass Menschen bewußt oder unbewußt meinen, dass sie durch die Erfüllung ihrer Wünsche auch ihre Grundbedürfnisse erfüllen können. Und das ist eben leider nicht immer der Fall. Je mehr die Wünsche von außen beeinflußt werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Erfüllung der Wünsche tatsächlich auch das dahinterstehende Bedürfnis erfüllt.

Nehmen wir an, dass jemand das Bedürfnis nach Anerkennung sehr stark spürt. Er/sie schaut sich in der Gesellschaft um und sieht, dass die veröffentlichte Meinung und die allgegenwärtige Werbung verbreiten, dass Anerkennung dadurch entsteht, dass jemand bestimmte Gegenstände besitzt, zum Beispiel Kleidung und Schuhe bestimmter Marken. Daraus entsteht der Wunsch solche Dinge zu besitzen. Kleidung, Schuhe, elektronische Geräte, Fahrzeuge usw usf. Bei kühler Überlegung versteht so gut wie jeder Mensch, dass diese Vorgangsweise, wenn überhaupt, nur eine extrem kurzfristige Befriedigung des Bedürfnisses nach Anerkennung bringt, dass diese Art der Anerkennung unpersönlich und leer ist.

Wenn das Bedürfnis stark ist, ist kühle Überlegung aber extrem schwer bis unmöglich und so laufen wir der Erfüllung von Wünschen hinterher, deren Erfüllung nicht das bringt, was wir uns erhofft haben. Auch wenn der Wunsch erfüllt wird, so bleibt doch das dahinterstehende Bedürfnis unerfüllt und der Frust steigt und steigt.

Um glücklich und zufrieden zu sein, ist es ganz wichtig seine Bedürfnisse klar zu sehen und dann zu überlegen, ob die Realisierung bestehender Wünsche uns der Erfüllung dieser Bedürfnisse überhaupt näher bringt. Vielleicht haben wir Wünsche in deren Erfüllung  wir weniger oder gar keine Energie stecken sollten, weil sie uns ohnehin nicht dorthin bringen würde, wohin wir wollen. Es lassen sich direktere Wege zu Glück und Zufriedenheit finden ……

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13 Kommentare zu “Wünsche versus Bedürfnisse oder Warum Weihnachten nicht unbedingt glücklich macht

  1. Sehr zutreffender Beitrag zum Jahreswechsel…

    liebe, verspätete Neujahrsgrüße vom Lu

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  2. Das hat schon Marx geschrieben, der Markt schafft Bedürfnisse, die uns eine Scheinwelt vermitteln

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    • Danke für die Erweiterung ! Ich habe mich zwar nicht auf den Bereich der Wirtschaft bezogen, aber das ist natürlich auch ein interessanter Ansatz. Vor allem wenn man bedenkt, dass Marx sich sicher noch nicht einmal annähernd vorstellen konnte, wie sich die Werbebranche entwickeln würde und welche Dynamik diese Erzeugung von „Bedürfnissen“ ( die ich Wünsche nennen würde) entwickeln würde.

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  3. Dankbarkeit – Glück – Stille

    Ich denke, dass Glück sehr viel mit Stille zu tun hat.
    Sind nicht meistens die glücklichsten Momente,
    auch die stillsten?
    Zum Beispiel eine Geburt, eine Umarmung, ein Kuss, ein liebes Wort, das wieder aufwachen nach einer Narkose, eine positive Nachricht vom Arzt, eine liebevolle Begegnung mit der Natur, oder einem Tier, die geglückte Landung mit dem Flugzeug, …
    Dankbar und glücklich zu sein, bedeutet nicht,
    keine Wünsche oder Träume zu haben. Dankbar sein bedeutet, die Fülle und das Glück zu erkennen, welches uns immer und immer wieder beschieden ist. Dankbar zu sein, ist eine Geisteshaltung ja eine Herzenseinstellung. Wer dankbar ist, ist auch glücklich.
    Demütig zu sein, bedeutet nicht, sich klein zu machen vor Gott und der Schöpfung. Demütig zu sein bedeutet, danken zu dürfen für alles das, was die Natur, das Leben, die Liebe uns schenkt. Demütig zu sein heißt auch Mut zu haben. Mut zum Leben, Mut zum Handeln, Mut für sich selbst einzustehen. Demütig zu sein, bedeutet, Gott in allem zu ER-kennen und dafür dankbar zu sein. Ich wünsche euch alles Glück der Welt, ganz viele glückliche, dankbare Momente mit den Segen des Universums.

    Mit den besten Wünschen und herzlichsten Grüßen!
    M.M.

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  4. Ziemlich weise, was Du da schreibst .

    Liebe Grüße,
    Silvia

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  5. Schön geschrieben und so wahr! Interessant wird es auch, wenn man sich anschaut, wie ‚abhängig‘ man von bestimmten ‚Wünschen‘ ist. Je größer der Grad der ‚Abhängigkeit‘ davon, dass der Wunsch auch wirklich erfüllt wird, umso mehr ist es ein Zeichen dafür, dass sich dahinter eben eine solches tiefes Bedürfnis nach Liebe, Nähe, Anerkennung usw. verbirgt. Ein Wunsch ist nur dann ein Wunsch, wenn es okay ist, dass er evtl. nicht erfüllt wird..

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  6. Das ist ohnehin ein rein rhetorisches „vielleicht“, aber ja, das mache ich doch …… danke !

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  7. Streiche doch beim letzten Satz einfach das erste Wort, dann, finde ich, trifft er voll in’s Schwarze.

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